Revolutionen und Katastrophen verändern die Grundfesten der Schweizer Jugend nur schwach, solange sie nicht im nahen Umfeld geschehen. In der Befragung vom Mai 2011 nach Fukushima sorgte sich die Jugend zwar etwas mehr um die Umwelt und war etwas politisierter. Berufliche Ziele und das eigene Umfeld blieben aber viel zentraler als gesellschaftliche Fragen.
Toni Dettling ist ein politisches Urgestein. Lange vertrat der Präsident des Hauseigentümerverbandes den Kanton Schwyz im Ständerat. Viele seine Stellungnahmen hallten nach. Das gilt auch für seine Kolumne, die er jüngst im "Bote der Urschweiz" zum Wahlbarometer (link) schrieb. Genau deshalb will ich ihm entgegnen.
Steuern wir in der Schweiz auf amerikanische Verhältnisse zu? - Kann man heute noch mit der richtigen Kommunikationsstrategie aus einem Kartoffelsack einen Nationalrat machen, wie das früher kolportiert wurde? - Hat die Wahlwerbung, wie sie heute betrieben wird, wirklich die gewünschte Wirkung? - Geht es nur um Köpfe oder auch um Botschaften?
Das nächste Wahlbarometer der SRG SSR, erstellt durch das Forschungsinstitut gfs.bern, erscheint an diesem Freitag abend um 17 Uhr. An Aktualität wird es nicht mangeln.
Managed Care: Ja, aber
PwC Schweiz publiziert heute ein White Paper zur Zukunft Personalisierte Medizin. Ist Managed Care ein Einstieg hierzu? Das war die Frage am heutigen Medienfrühstück.
gfs.bern hat hierzu einen aktuellen Beitrag geliefert und die öffentliche Meinung zu Managed Care und auch die Haltung der Stimmberechtigten zu aktuellen Streitpunkten im Parlament untersucht. Bisher ist zwar das Interesse gering, es bestehen aber bereits erhebliche Zweifel, ob Managed Care die vom Bundesrat erwünschten Wirkungen wirklich entfalten kann. Zurzeit erhält die Idee von Managed Care dank der deutschsprachigen Schweiz und den Personen, die sich stark dafür interessieren, noch knapp mehrheitliche Unterstützung. Viele fragen sich aber: Was bringt es mir als Patientin oder als Patient, auf die freie Arzt- und Spitalwahl zu verzichten?
Im Moment neigt eine Mehrheit dazu, keinen Wechsel in ein Managed Care vorzunehmen, weshalb auch eine Erhöhung des Selbst ...